Vortragende

Norman Doidge

Norman Doidge, M.D., Psychiater und Psychoanalytiker an der Fakultät der University of Toronto. Sein Buch „Wie sich unser Gehirn selbst repariert“ wird vom Neurologen Oliver Sacks als „Faszinierend... ein bemerkenswertes und aussichtsreiches Porträt der unendlichen Anpassungsfähigkeit des Menschengehirns“ bewertet. London Times schrieb darüber „Brillant... Doidge hat einen riesigen Schub in den Grundlagenwissenschaft beschrieben... die Auswirkungen sind unabsehbar“. Es wurde von der amerikanischen Zeitschrift Cerebrum von Dana Brain Foundation USA als das beste allgemeine Buch über das Gehirn von 30 000 Büchern, die das Gehirn behandeln, ausgewählt. Zusammen mit seinem zweiten Buch „Wie das Gehirn heilt“ wurden diese Bücher zu internationalen- und New York Times-Bestsellern. Siehe: normandoidge.com.

WIE DAS GEHIRN HEILT

Die Entdeckung der Neuroplastizität, und zwar, dass die Gedanken und die mentale Erfahrung die Struktur und Funktion des Gehirns verändern können, ist die wichtigste Veränderung in unserer Wahrnehmung des Gehirns in 400 Jahren.

Über Jahrhunderte wurde das Gehirn entweder als eine Art Maschine wahrgenommen, der nach der Beschädigung keine „neuen Teile wachsen“ können, oder, in der letzten Zeit, so, dass es sich so auf die Bewusstseinschaffung spezialisiert hat, dass es die Fähigkeit der Heilung verloren hat, welche andere Organe, wie die Haut, Knochen, das Blut und die Leber haben. Das führte zum neurologischen Nihilismus über viele Hirn- und psychiatrische Zustände.

In diesem Vortrag werden die Grundlagen der Neuroplastizität erklärt, sowie die grundlegenden Experimente, die sie ursprünglich bewies, und wir werden die drei Faktoren behandeln, die den Fortschritt bei vielen, bis dato als unbehandelbar wahrgenommenen, Zuständen ermöglichen. Wir zeigen, dass das Gehirn seine eigene einzigartige Genesungsweise hat, welche von den anderen Organen abweicht, und wir werden fünf Stadien der Hirngenesung erforschen. Es handelt sich dabei um die Folgenden: Korrektur der gesamten neuronalen- und Zellgesundheit, Neurostimulierung, Neuromodulation, Neurorelaxation und Neurodifferenzierung.

Wir zeigen Ihnen einige inspirativen Filme, die zeigen, wie diese fünf nichtinvasive Etappen Menschen mit Problemen, die als nichtbehandelbar betrachtet wurden, helfen können. Wir sehen uns eine ganze Reihe von Schwierigkeiten an, die man heilen kann, einschließlich der Formen des chronischen Schmerzes, Lernstörungen, ADHD, Autismus, traumatischer Gehirnverletzungen, Gehirnschlag und, falls es uns die Zeit erlaubt, Bewegungsstörungen

Sally Goddard Blythe

Sally Goddard Blythe MSc., Direktorin des Instituts für Neurophysiologische Psychologie (INPP). Sie ist Autorin von 8 Büchern und war bei der Forschung und den postgradualen Ausbildungsgängen der INPP-Methode in weiteren 14 Ländern behilflich. Sie ist auch die Autorin von Büchern und Artikeln über die Entwicklung der Kinder und der Neuroentwicklungsfaktoren der spezifischen Lernstörungen, z.B.: Beurteilung der neuromotorischen Lernreife; INPP Screening Test und das INPP Schulinterventionsprogramm; Neuromotorische Unreife bei Kindern und Erwachsenen und der INPP Screening Test für Ärzte und Physiotherapeuten. Sally hält Vorträge über die Rolle der frühkindlichen Reflexe bei der Entwicklung und bei Lernstörungen in ganz Europa und den Vereinigten Staaten.

Durch das Lernen zur Bewegung, Bewegung zum Lernen. Wie die physische Entwicklung eine Lerngrundlage bildet.

Primitive und posturale Reflexe in den Schlüsselphasen der Entwicklung sind die Indikatoren der Reife und des Funktionierens des zentralen Nervensystems (ZNS). Die INPP Methode nutzt gegenwärtige primitive und posturale Reflexe bei Schulkindern und Erwachsenen als Instrumente, mit welchen es möglich ist: a) das Funktionieren des ZNS zu beurteilen; b) Indikatoren der Entwicklungsphase, von der die Sanierung beginnen wird, zu gewähren; c) Fortschritt zu messen.

Die Einführung des INPP Schulprogrammes hat bewiesen, dass die Neuroplastizität den physischen Interventionsprogrammen ermöglicht mehr als nur physische Fertigkeiten zu beeinflussen. Die statistisch bedeutende Senkung der Anzeichen von neuromotorischer Unreife war von der Senkung des Niveaus der mit der schlechten sozio-ökonomischer Lage verbundenen Dysfunktion begleitet.

Sally wird auch eine Begründung darüber abgeben, warum die mit der neuromotorischen Unreife zusammenhängenden Probleme, falls sie nicht bereits in der Kindheit identifiziert werden, zu Schwierigkeiten im erwachsenen Alter führen können, einschließlich z.B. Agoraphobie und Panikstörung.

Manuel Dominguez Alcon

Leitet sein privates Rehabilitationszentrum Istituto Fay Onlus in in Querceta in der italienischen Provinz Lucca, wo er auch als Therapeut der Neuroentwicklungsverzögerung tätig ist. Er praktiziert die Therapie mittels INPP Methode Therapie und das Johansen Hörtraining, er ist der nationale Prinzipal für diese Methoden in Italien. Manuel und sein Team befassen sich mit diesen Bereichen: Behandlung von Autismus und pervasiver Entwicklungsstörungen, Gehirnlähmung, genetische Syndrome, Lernstörungen. Sie bieten Kurse für Familienmitglieder entwicklungsbehinderter Personen, Betreuer und Freiwillige, die sich um diese Personen kümmern. Sie entwickeln ein umfassendes Entwicklungsberatungsprogramm und ein Beratungsprogramm für Lernstörugen.

KÖNNEN WIR DIE NEUROLOGISCHE ENTWICKLUNG ALS EINEN KONTINUIERLICHEN PROZESS WAHRNEHMEN? ERFAHRUNGEN MIT DER ROLLE DES UNREIFEN REFLEXSYSTEMS BEI SCHWEREN STÖRUNGEN DER NEUROLOGISCHEN ENTWICKLUNG.

In unserem Institut arbeiten wir während der letzten 20 Jahre an der Bewertung und Nutzung der Neuroentwicklungsprogramme bei Kindern mit schweren Störungen der neurologischen Entwicklung (Kindergehirnlähmung, Störungen im autistischen Spektrum und genetische Störungen, wie das Down Syndrom). Wir werden Ihnen unsere Erfahrungen direkt aus der klinischen Praxis und der Beobachtung vorstellen und mit Hilfe von drei Pilotstudien werden wir Daten über verschiedene Diagnosegruppen präsentieren, welche mit dem INPP Fragebogen und der Bewertung der primitiven und posturalen Reflexe verbunden sind. Unser Ziel ist die Beobachtung des Vorkommens der neuromotorischen Unreife bei komplexen Störungen der neurologischen Entwicklung, um die Einschätzung und Verbesserung der Symptome besser zu verstehen.

Roksana Malak

Ihre Leidenschaft ist die Therapie der Kinder mit Entwicklungsverzögerungen. Sie ist Autorin vieler Artikel. Sie widmet sich der frühzeitigen Intervention im Bereich der Physiotherapie und Osteopathie und arbeitet als Wissenschaftlerin an der Posen Universität der Medizinwissenschaften in Polen. Sie absolvierte die folgenden Kurse: Brazeltons Skala für das Verhalten der Neugeborenen, Skala für die Bewertung des Verhaltens der Neugeborenen, Cambridge; NDT Bobath; Bobath Baby, General Movements (grundlegend, fortgeschritten); Sensorische Integration, FITS, PNF, Halliwick. Sie ist eines der sechs Mitglieder des Nationalteams der Experten für Qualität und Überwachung der Prozesse der Physiotherapie in der nationalen Kammer der Physiotherapie.

AUFGABE DER TOMATIS THERAPIE ALS BESTANDTEIL DER ENTWICKLUNGSSTÖRUNGSBEHANDLUNG

Kinder mit Entwicklungsstörungen brauchen eine komplexe Therapie. Musik kann als therapeutische Intervention verwendet werden. Methode Tomatis wird für die Behandlung der Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, Gehirnverletzungen, Störungen mehrerer sensorischen Systemen verwendet. Die Studie hat bestätigt, dass es dank der Therapie Tomatis möglich ist, Entwicklungslesefertigkeiten zu beeinflussen.

Susanne Codoni

Susanne ist eine spezielle Pädagogin mit Ausrichtung auf die Arbeit mit schwerhörigen und gehörlosen Kindern und Logopädie. Sie ist zertifizierte Expertin in Bereichen wie kraniosakrale Therapie, myofasziale Lockerung und in weiteren interdisziplinären Ansätzen. Sie ist eine zertifizierte Instruktorin der NLP und myofunktionellen Therapie, klinische Konsultantin für Gesichtsoperationen und hat das k-o-s-t Konzept Entwickelt. Susanne unterrichtet als Ehrenärztin an der Medizinischen Fakultät der Universität in Basel den Kurs der kraniofazialen Kinetik MAS. Seit Jahren arbeitet sie mit mentalen und motorisch behinderten Kindern und Erwachsenen mit Dysfunktion und Gesichtsfehlbildungen nach Unfällen, Traumen oder Krankheiten.

Das Konzept der Körperorientierten Sprachtherapie k-o-s-t®

Sprachstörungen mit Funktionskomponenten sind bei der täglichen Arbeit eines Logopäden üblich und kommen sehr oft vor. Oft erfordern sie einen interdisziplinären Ansatz. Die Mehrheit dieser Patienten mit Sprachstörung weist eine Dysfunktion im orofazialen System, wie auch weitere körperliche Funktionsprobleme auf. Die muskuläre Dysfunktion des Gesichts, schlechte Körperhaltung, Verzögerungen der psychomotorischen Entwicklung, schwache Wahrnehmung, Schwankungen der Konzentration und Lernstörungen sind untereinander verbunden.

k-o-s-t® is ein pragmatisches und aktives auf mehreren Jahren Erfahrung und Entwicklung basierendes Konzept, welches auch auf einer multidisziplinären Schul- und ärztlichen Diagnostik basiert. Es berücksichtigt das Wohlbefinden und die funktionellen Prozesse des ganzen Körpers, die Übereinstimmung und den kreativen Dialog des Klienten und seiner Umgebung.

Maria Matuszkiewicz

Maria Matuskiewicz, MA ist Doktorandin an der Fakultät der Psychologie der Universität für soziale und humanitäre Wissenschaften in Warschau (Polen), Mitglied der American Speech-Language-Hearing Association (ASHA) und Prinzipal von INPP Polen. Sie ist als Psychologin und Logopädin, Therapeutin für die neurologische Entwicklung INPP und SI, Therapeutin des Hörtrainings Johansen (JIAS) und EMDR Therapeutin tätig. Ihr Hauptinteresse im Forschungs- und Therapiebereich ist die Beziehung zwischen der neuromotorischen Unreife, den Sprachentwicklungsstörungen und Angstzuständen. Sie ist für die Leitung des jährlichen postgradualen INPP Kurses verantwortlich.

Spezifische Sprachstörungen und das Niveau der andauernden Primitivreflexe bei Kleinkindern

Spezifische Sprachstörungen (SSS) kann man bei Kindern beobachten, welcher Sprachfertigkeiten sich ohne einen konkreten Grund und ohne ernsthafte kognitive, Hör-, Umfelds- oder neurologischen Defizite nicht entsprechend entwickelt haben. Das Ziel der Forschung war festzustellen, ob das Niveau der nicht inhibierten Primitivreflexe bei Kindern mit SSS im Vergleich zu den sich normal entwickelnden Kindern erhöht war. Das Fazit war, dass die andauernden Primitivreflexe einen wichtigen Faktor der SSS darstellen. Das Nervensystem bei Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen hat die Tendenz sich langsamer zu entwickeln.

Ted Pawloff

Ted Pawloff hat in seiner Jugend verschiedene spirituelle Richtungen erforscht. Ab dem Alter von 14 Jahren lebte er in Großbritannien, wo er später einen erfolgreichen Betrieb gegründet hat. Im Alter von 45 Jahren erlang er den Titel im Bereich der Psychologie, wobei er sich von der Neuropsychologie der Emotionen, der Verkörperung und des Bewusstseins angezogen fühlte. Jahrelang organisierte er Workshops und unterrichtete die Arbeit mit der Stimme. Bei Peter Blythe hat er eine Bildung im Bereich der Therapie der Neuroentwicklungsverzögerung absolviert. Bereits seit 20 Jahren arbeitet er in seinem Heimatsland, Österreich, besonders mit erwachsenen Klienten. Er ist auch als Psychotherapeut tätig und hat Ausbildung in der Paartherapie Imago. Sein Interesse an der Verkörperung hat ihn dazu gebracht, Lehrer der Alexandertechnik und Vortragender der TRE-Übungen zur Traumatalockerung (Trauma Releasing Exercises) zu werden.

SCHLÜSSELFAKTOREN DER UNTERSTÜTZUNG BEI ERWACHSENEN KLIENTEN IM PROZESS DER NEUROLOGISCHEN ENTWICKLUNGSÄNDERUNG

Wir beginnen mit den Wirkungen des beibehaltenen Rückzugs- und/oder Moro-Reflexes, wir beurteilen einige Mappen und Modelle, die uns helfen, ihre langfristigen Auswirkungen auf die erwachsenen Klienten zu verstehen. Dazu zählen die Bindungstheorie, die polyvagale Theorie und die psychodynamische Entwicklungstheorie.
Die Auswirkungen der neuromotorischen Unreife können einen allgegenwärtigen negativen Einfluss auf das Leben der erwachsenen Klienten haben. Die Bindungstheorie, die polyvagale Theorie und die psychodynamische Entwicklungstheorie erklären detailliert, wie die Wahrnehmung des Selbst, der sozialen Interaktionen und der Welt beeinflusst wird. Auf diese Weise können wir die Verschiedenartigkeit und die Tiefe der präsentierten Probleme verstehen. Hierzu gehören die sich wiederholenden und/oder allgegenwärtigen Zustände der negativen Gefühle von Depression bis zur unkontrollierbaren Aggression, niedriges Selbstwertgefühl, maladaptives Verhalten, welche die persönlichen Beziehungen und die Kariere stören, wie auch geschwächte Gesundheit und niedrigere Lebenserwartung als Folge des langfristigen Stress.

Wir sehen uns anhand der Beispiele an, wie diese Modelle praktisch in der therapeutischen Beziehung genützt werden können. Dies wird zur Aufklärung der Aufgabe des Therapeuten führen: seine Hauptfunktion ist es, eine geborgene Beziehung zu unterstützen. Das ermöglicht dem Klienten sich Schritt für Schritt zu öffnen und bis in die Tiefe und mit Mitgefühl sich selbst und seine Kummer zu verstehen.

Wenn sich die Zustände der Geborgenheit und des Behagens mit zunehmender Verlässlichkeit wiederholen, geht der erwachsene Klient die Welt um sich herum allmählich mit positiven Gefühlen und Akzeptanz an. Wenn sein neues Verständnis seine Selbstwahrnehmung und die Wahrnehmung seiner Welt transformiert, internalisiert es sich und beginnt von ihm heraus in die Richtung Anderer auszustrahlen.

Marina de Santiago Buey

Marina de Santiago ist diplomierte Spezialistin im Bereich der Logopädie und sie widmet sich weiter der Forschung der neurologischen Grundlage der Lern-, Lese- und Verhaltensschwierigkeiten. Bei ihrer Arbeit hat sie die spezifischen Bedürfnisse der adoptierten Kinder näher kennengelernt, die anders als bei anderen Kindern zu sein scheinen. Dank der Kenntnisse, die sie bei dem INPP Jahreskurs gewonnen hat, war sie fähig, einige dieser Schwierigkeiten und ihre Ursachen zu verstehen. Diese Schwierigkeiten, denen sie begegnet ist, motivierten sie zur Entscheidung, ihr Wissen über das elektrische Funktionieren des Gehirns, im Besonderen das QEEG als Maßstab der normalen oder pathologischen Gehirnfunktionen, und über das Neurofeedback als therapeutisches Instrument zu vertiefen.

KOMPLIZIERTE SYMPTOMATOLOGIE DER ADOPTIERTEN KINDER. DIE BEDEUTUNG DES QEEG ALS ZUSATZINSTRUMENTS FÜR DIE AUSARBEITUNG DES PROZESSES DER BEHANDLUNG, DIE INPP UND NEUROFEEDBACK (BIOFEEDBACK) KOMBINIERT

Angesichts der großen Defizite, welche die adoptierten und institutionalisierten Kinder in der Kindheit erlitten haben, finden wir unter ihnen solche, die sehr ernsthafte Probleme, welche in anderen Gruppen meistens nicht vorkommen, aufweisen. Neuerliche Studien haben bewiesen, dass die Prävalenz des ADHD, der Lernprobleme und psychiatrischer Störungen in dieser Gruppe viel höher ist.

Therapeuten, die mit diesen Kindern arbeiten, begegnen bei der INPP Therapie einigen weiteren Schwierigkeiten, wie z.B. einer hohen Wahrscheinlichkeit der Auslösung von Nebenwirkungen am Anfang der Behandlung – anspruchsvollen, reizbaren, manchmal bis zu aggressiven Persönlichkeiten, wie auch Symptomen, wie Hyperkinese oder Impulsivität, die sich mit der Behandlung anscheinend nicht positiv entwickeln.

QEEG, also Brain Mapping, ist eine nicht invasive Technik, die den Therapeuten die Forschung der Gehirnaktivität durch das Messen der elektrischen Aktivität von allen Gehirnbereichen und einen Vergleich mit der normativen Datenbank gemäß Alter und Geschlecht ermöglicht. Dieser Test ermöglicht die Forschung der Ursache, warum diese zusätzlichen Schwierigkeiten in der adoptierten Kinderpopulation vorkommen. Das Neurofeedback als eine wirksame Technik der Modulation dieser Gehirnaktivität in Kombination mit der INPP Therapie kann im Prozess der Überwindung dieser Schwierigkeiten behilflich sein.

MUDr. Ivan Juráš

Ivan Juráš, graduated from the Faculty of Medicine, Comenius University, Bratislava, worked at pediatric clinic in Bratislava, completed The Postgradual training course on neurodevelopmental delay in The Institute of Neuro-Physiological Psychology (INPP) International, Chester, UK. Founder and advisor of Maria Montessori's Private Elementary School with Kindergarten in Bratislava. Former member of the executive board and vicepresident of Montessori Europe. Served as director general of Central Office of Labour, Social Affairs and Family and external advisor of Minister of Education, Science, Research and Sport of the Slovak Republic for preparation of National program for the development of education and training. Co-author of reform document "Učiace sa Slovensko" (Learning Slovakia) and Founder and manager of several commercial and service companies in fields of medicine, chemistry, medical research and goods distribution. Recently working as chief operational officer and chief scientific officer in Lambda Life, Bratislava, active member of NGOs "Institute of Psychotherapy and Sociotherapy". Acting as person centered approach (PCA) encounter groups facilitator and facilitator of family systems harmonisation, professional guarantor for INPP method of the INPP national principal for Slovak and Czech Republics. Lecturing on neurophysiology, different fields of medicine, education, inclusion and personal development.

Biologie des Menschen versus Technologien (Auswirkungen des digitalen Zeitalters)

Mgr. et Mgr. Viera Lutherová

Psychologin und Lehrerin mit langfristigen Erfahrungen bei der Arbeit mit Kindern mit speziellen Erziehungs- und Bildungsbedürfnissen. Sie betreibt eine private psychologische Beratungspraxis. Sie ist zertifizierte INPP Expertin und gleichzeitig die Koordinatorin für die INPP Methode in der Slowakei. Sie arbeitet auch mit den Methoden der Bilateralen Integration, HANDLE und des Hörtrainings JIAS und Tomatis. Sie widmet sich der individuellen Neuroentwicklungstherapie von Kindern mit Entwicklungsstörungen, psychischen und schulischen Schwierigkeiten. Sie ist Vortragende und Lektorin von Programmen für die Hilfsprofessionen und publiziert regelmäßig fachliche und populärwissenschaftliche Artikel in Zeitschriften. Sie ist Mitglied des Instituts für Psychotherapie und Soziotherapie.

ZUSAMMENHÄNGE ZWISCHEN DER PHYSISCHEN AKTIVITÄT, DEN KOGNITIVEN FUNKTIONEN UND DER AKADEMISCHEN LEISTUNG

Die Menschheit hat unter Einfluss der Entwicklung der Zivilisationsvereinfachungen die Menge der physischen Aktivität und der Energieausgabe, die sie zum Überleben gebraucht hat, dramatisch reduziert. Die Entwicklung der digitalen Technologien in den letzten Jahrzehnten beschleunigt diesen Trend. Gleichzeitig sind wir Zeugen einer deutlichen Zunahme von Entwicklungsstörungen und schulischen Schwierigkeiten in der Kinderbevölkerung in den letzten 20 Jahren. Die zunehmende Anzahl der Studien zeigt, dass die physische Aktivität und Tüchtigkeit mit der Qualität der akademischen Leistung in allen Altersgruppen korrelieren. Experimentelle Studien deuten an, dass die Erhöhung der Menge an physischer Aktivität im täglichen Regime positiven Einfluss auf die Qualität der Aufmerksamkeit und der akademischen Leistung hat, und die Probleme beim Verhalten der gängigen Schulpopulation aller Altersgruppen reduziert. Diese Wirkung ist bei Kindern mit schulischen Problemen deutlicher. In der Schule und in der Arbeit sitzt der Körper, nicht das Gehirn. Durch den Körper nehmen wir Informationen auf, durch die physische Bewegung werden im Körper neuronale Netze zu ihrer Verarbeitung gebildet und durch den Körper realisieren wir die gewonnenen Kenntnisse. Der Körper ist nicht nur der Ständer für den Kopf, sondern ein mächtiges Instrument zur kognitiven Entwicklung.

Beatriz Aguilar Guerrero

Beatriz Aguilar Guerrero ist lizenzierte INPP Expertin. Sie startete ihre Kariere als Lehrerin, hat aber unmittelbar danach ihre tatsächliche Motivation entdeckt. Und zwar festzustellen, welche Hidernisse ihren Schüler bei der erfolgreichen Bildung im Wege stehen. Deshalb widmete sie sich weiter dem postgradualen Studium. An der Universität in Malaga absolvierte sie den Kurs der angewandten Kognitivforschung, an der Internationalen Universität in La Rioja gewann sie den Mastertitel im Bereich der Neuropsychologie und Bildung. An der Universität in Malaga absolvierte sie den Fachkurs im Bereich der klinischen Kinderneuropsychologie. Allmählich entdeckte sie die Bedeutung der Primitivreflexe im Lernprozess bei Kindern. 2011 arbeitete sie an einer Schule in London, wo sie die wohltuenden Wirkungen des INPP Schulinterventionsprogrammes entdeckte, welches die Schüler dort übten, um ihre Studienergebnisse zu verbessern. Nach ihrer Rückkehr nach Malaga hat sie die Direktorin der internationalen Montessorischule in der Nachbarschaft des Zentrums, wo sie mit Kindern an der Bezwingung ihrer Primitivreflexe arbeitete, angesprochen, um die Bildung ihrer Schüler zu verbessern. Damals erwähnte Beatriz das INPP Schulprogramm. Seit damals praktiziert sie das INPP Schulinterventionsprogramm mit den Schülern dieser internationalen Montessorischule in Malaga. Gleichzeitig arbeitet sie mit der Reflexinhibition in ihrer eigenen Praxis Neuroaprende und forscht and der Malaga Universtiät wie die Reflexe den Lernprozess bei den Kindern beeinflussen.

ANWENDUNG DES INPP SCHULINTERVENTIONSPROGRAMMES IN DER INTERNATIONALEN MONTESSORISCHULE IN MALAGA

Die internationale Montessorischule in Malaga nimmt die Bildung ihrer Schüler als einen natürlichen Prozess wahr, welcher sich an eine normale, spontane Entwicklung des Kindes stützt, wobei die Erfahrungen aus der Umgebung genützt werden. Kinder lernen frei, im Einklang mit ihrer inneren Entwicklung, in der Schulklassenumgebung, wo sie ihre eigene Motivation zur Organisation ihrer Bildung finden und ihre Fähigkeiten zeigen.

In diesem Umfeld haben wir das INPP Schulinterventionsprogramm eingeführt, um festzustellen, ob wir den Montessori-Schülern helfen können, ihre Bildungskapazitäten besser zu entfalten. Das Programm wurde vom 30. Oktober 2017 bis 14. Juni 2019 eingesetzt, dem Programm haben sich fünfundachtzig Schüler, 44 Junge und 41 Mädchen im Alter von 4 bis zu 11 Jahren angeschlossen.

Wir haben angenommen, dass wir bei der einleitenden Bewertung zum Programmbeginn evidente Anwesenheit der primitiven Reflexe beobachten werden, und zwar so in der untersuchten- als auch in der Kontrollgruppe. Wir haben auch angenommen, dass sich zum Programmende die primitiven Reflexe, genauso auch die neuromotorischen Kapazitäten verbessern, und dass die Verbesserung der Kinder in den Studienkapazitäten auch von den Lehrern und den Eltern beobachtet werden.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich beide Gruppen insgesamt bedeutend verbessert haben, aber die Testgruppe ein wesentlich höheres durchschnittliches Niveau als die Kontrollgruppe hatte.

Tatjana Hošková

Sie absolvierte das Studienfach Diplom-Optometrist an der Fachhochschule für Optik und Optometrie in Köln am Rhein. Sie hat die Prüfungen aus Behavioral Optometrie bei WVAO (Wissenschaftliche Vereinigung für Augenoptik und Optometrie) in Mainz abgelegt. Sie hat ihre Praxis in Deutschland betrieben und ist ab 2012 in Bratislava in der Augenoptik Fokus tätig, wo sie visuelles Training betreibt. Sie ist ein Vorstandsmitglied der Optikerunion in der Slowakei und unterrichtet an der medizinischen Mittelschule in Bratislava im Studienfach Augenoptik.

FUNKTIONALOPTOMETRIE – DYNAMISCHER PROZESS DES SEHENS

Funktionaloptometrie (bzw. Behavioraloptometrie) befasst sich mit Funktionsstörungen des visuellen Systems, also nicht des Sehens selbst, sondern auch der Gesamtwahrnehmung in der Reaktion auf das Umfeld. Der Vortrag informiert über verschiedene Sehstörungen im Kindesalter, ihre Ermittlung und vorgeschlagene Therapie, und darüber, wie die interdisziplinäre Behandlung bei Entwicklungsfehlern im Kindesalter verläuft.